Vor nicht all zu langer Zeit habe ich abends auf Arte die Sendung Tracks gesehen. Etwas in dem undurchdringlich schönen Chaos aus Popkultur & Co. ist mir sofort aufgefallen: das Wort indie. „Ganz klar, was das ist. Gehört zu meinem aktiven Wortschatz. Indie, halt“, dachte ich sofort. Dann begann ich nachzudenken… Tracks lief derweil weiter… [Weiterlesen…]
[Zu lesen auch auf miss carries Zweitblog: Eskapismen.] Er nennt das ein „Luxusproblem“. Mit der einen Hand hält er das Lenkrad fest, mit der anderen Hand fuchtelt er in der Gegend herum, und mit den Runzelfalten auf der Stirn, die sich bedrohlich zusammenwölben, zeigt er mir seine ganze Unverständnis. „Du hast ein Luxusproblem“, sagt er.… [Weiterlesen…]
Auf dem einzigen unbesetzten Stuhl liegt die Bunte. Wie jeder der anderen sechs Patienten schiele ich heimlich zum Klatschblättchen und überlege mir, ob ich standhaft bleibe, wenn ich noch eine weitere Stunde in diesem winzigen Wartezimmer verbringen muss, in dem sich langsam die Keime von dem übergewichtigen Mann verbreiten, der hustend neben der Stereoanlage vegetiert.… [Weiterlesen…]
In meiner Stadt gibt es ein kleines Flüsschen mit viel Grün und Steinen im Wasser, auf denen man herumklettern kann. Und mit Entenfamilien und Baumzweigen, die bis ins Wasser reichen und wie kleine höhlenartige Verstecke für lesehungrige Mädchen mit heißen Sommerfüßen sind. Eigentlich laufe ich gerne an dem kleinen Flüsschen in meiner Stadt entlang, liege… [Weiterlesen…]
Ich sitze auf dem 70er Jahre Flokati, das Hochzeitskleid – nicht meins, aber das, was ich am Freitag zur Hochzeit tragen werde – ist mir bis weit über die Knie hochgerutscht, und ich höre Ray LaMontagne, es ist Nachmittag. Manche Menschen glauben, so etwas würden nur manche Menschen an manchen Orten wie Berlin oder New… [Weiterlesen…]
Es ist wie ein Rausch. Im Frankfurter Flughafen lehne ich an einen Spanholzzaun mit T-Mobile-Werbung und versuche nicht einzuschlafen. Wie immer habe ich meinen Anschlussflug verpasst, wie immer schlage ich dort die Zeit tot, wo ich anderen im Weg bin, aber zum Gate lässt man mich noch nicht, zu weit in der Ferne der nächste… [Weiterlesen…]
“Thank you, Dad!”, hat sie geschrieben und ein Herzchen hinzugefügt, “I’m so proud of you.” Bis jetzt haben 9 Menschen auf “like this” geklickt. Tendenz steigend. Ihr Vater arbeitet, wie so viele Eltern hier, beim CIA, und auch wenn er vermutlich nicht selbst dabei war in Pakistan, wird er heute als Held gefeiert. Für sie… [Weiterlesen…]
Es war ein seltener Augenblick, in dem wir mehr als ein einsilbiges Wort miteinander redeten. Fröstelnd saßen wir im fensterlosen Treppenhaus, während in der Ferne die Tornadosirenen schrillten. Vor Erschöpfung lehnte ich einen Augenblick lang den Kopf an die Wand, weil die Schlaflosigkeit sich in meine Augen zu brennen begann, in meinen Körper, in meine… [Weiterlesen…]
Es dämmert mir, als die Zeichen von Zivilisation vor dem Fenster spärlicher werden. Der vierspurige Highway hat sich längst in eine beschauliche Landstraße verwandelt, statt Ampellichtern baumeln knorrige Eichbaumäste über der Straße, statt Kmart rechts und Rüstungsfirma links stehen marode Kartonhäuser am Straßenrand, auf der Veranda lehnt eine einsame Gestalt und zieht an der Zigarette.… [Weiterlesen…]
Manchmal habe ich das Gefühl, mich physisch in einer Zeitzone zu bewegen und geistig in einer anderen. Wenn ich morgens aufwache, spulen meine Gedanke automatisch auf Mittag vor, in der Hoffnung, dass ich eine kleine Pausennachricht bekomme – auch wenn es draußen noch dunkel ist. Wenn ich mittags in der Vorlesung sitze, rutsche ich ungeduldig… [Weiterlesen…]
Oktober 27, 2011 vonhannaan
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