über kanaha

Am Anfang nannte ich dieses Projekt einen „Reiseblog“. Zu dem Zeitpunkt lagen mehr als 2.500 Kilometer hinter mir, ich wusste nicht, in welcher Zeitzone ich war oder in welchem Bundesstaat, aber ich wusste, dass ich keine Lust hatte, die Nacht wieder in einem anderen Hotelzimmer zu verbringen, und vor allem wusste ich eines: Ich war glücklich. Denn ich war unterwegs.

Als die Idee Form annahm, und Farbe, und eine gewisse Zielstrebigkeit, wurde aus dem einzelnen, schwebenden Gedanken ein Gemeinschaftsprojekt und aus der Namenslosigkeit tauchte Kanaha auf.

Kanaha ist die Reise und das Ziel. Kanaha ist eine Utopie, mehr noch eine Hetereotopie, das Spiegelbild unserer Gedanken und Träume, zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Kanaha hat unendliche Weiten wie Colorado und Asphaltdschungel wie New York, es hat tiefe Wälder wie Kanada und feuchte Tropen wie Costa Rica, es hat die Gemütlichkeit einer Kopfsteinpflasterstadt wie Freiburg und die Atemlosigkeit einer Metropole wie Berlin, es hat die Nostalgie einer längst vergangenen Zeit wie Kuba oder Rom und den Zeitgeist der Zukunft wie Hong Kong, es hat endlose Strände und Berge, die bis in die Wolken reichen. Es ist ein Ort, an dem Stereotype wahr werden und doch nichts ist, wie es scheint. Man findet dort ein großes Haus mit einer hölzernen Veranda und angelehnter Tür, in der Einfahrt liegen Orangenbaumblätter und im leichten Wind knarzt eine Schaukel unter einer großen schützenden Eiche, während man in der Ferne leises Meeresrauschen hört und das perlende Lachen von zufriedenen Menschen. Man findet dort Freundschaft. Und man findet dort Glück.

Wir machen uns auf die Reise nach Kanaha, oder besser gesagt, auf die Suche nach Kanaha, und bis wir es gefunden haben, berichten wir von allem, was uns begegnet. Wir berichten von Menschen, wir berichten von Orten; wir berichten von Waschbären, die uns vor die Füße laufen und von Kokosnüssen, die uns vor die Füße fallen. Wir erzählen vom unterwegs Sein. Wir erzählen vom Sehen, vom Hören, vom Schmecken, vom Fühlen.
Wir erzählen vom Leben.
Und wir erzählen von Kanaha.

2 Antworten “über kanaha” →
  1. Aber es heißt doch “Kandahar”…oder verwechsle ich da wieder was?

  2. Nein, und Kanada heißt es auch nicht!

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