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		<title>Zeit</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 13:57:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannaan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zeit hat man oder nicht. Die meisten hier haben keine. Zeit vergeht linear und kommt nicht wieder. Als ich noch ein kleines Kind war verging die Zeit schmerzhaft langsam. Jetzt fängt sie an zu rasen. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Zukunft, Gegenwart, Vergangenheit. Welche Reihenfolge stimmt? Und ist die Gegenwart überhaupt ein Zeitpunkt? Ist sie jetzt nicht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=floatlikethis.wordpress.com&amp;blog=21576915&amp;post=458&amp;subd=floatlikethis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zeit hat man oder nicht. Die meisten hier haben keine. Zeit vergeht linear und kommt nicht wieder. Als ich noch ein kleines Kind war verging die Zeit schmerzhaft langsam. Jetzt fängt sie an zu rasen. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Zukunft, Gegenwart, Vergangenheit. Welche Reihenfolge stimmt? Und ist die Gegenwart überhaupt ein Zeitpunkt? Ist sie <em>jetzt</em> nicht schon wieder vorbei und eine neue Gegenwart hat ihren Platz eingenommen?</p>
<p><a href="http://wundersame-welt.npage.de/die-unveraenderbaren-regeln-der-zeit_99407285.html">2,7 Sekunden währt die Gegenwart</a>, sagen Psychologen, denn so lange kann sich das menschliche Gehirn auf ein einzelnes Detail konzentrieren. Danach braucht es neuen Input. Empirie versus Philosophie. Die Vergangenheit ist greifbarer; sie dauert nun schon vom Beginn der Ausdehnung des Universums bis jetzt an. Zumindest ist die Wissenschaft des Menschen noch nicht ‚weiter zurück vorgedrungen’ – ein Paradoxon in sich selbst. Begreifen kann ich die Theorien, Sätze und Philosophien der kosmologischen Zeitrechnung somit nur schwerlich und doch steckt in jedem meiner Sätze ein kleines bisschen meiner eigenen Zeitrechnung, meiner verschiedenartig abstrakten Konzeption der Zeit: vor, nach, während, von, bis, vorbei, neu, alt, jung, jetzt, bleiben, kommen, gehen, vergehen… Unter den Zeitformen ist die Zukunft die für mich komplexeste Zeitform. Ich weiß, sie kommt, und kann es doch nicht beweisen.</p>
<p>Prinzipiell ist Zeit für mich nur da, wenn Bewegung herrscht. Sie wird nur über Bewegung, die ist, war oder sein wird greifbar. Nicht ohne Grund <em>kommt</em> die Zukunft, <em>geht</em> die Vergangenheit und <em>ist</em> die Gegenwart. Ohne Aktion, so finde ich, spielt Zeit keine Rolle. Ich kann nicht einfach ‚sein’, ich altere, ich denke, ich will. Das alles ist in Bewegung. Das einzige Medium, auf das Zeit keinen Einfluss nimmt ist die Erinnerung. Zwar gibt es Erinnerungen, die im Laufe der Zeit verblassen, doch nur diejenigen, die nicht von Bedeutung sind. Der Rest bleibt. Weil ich will, dass er bleibt. Und selbst die Erinnerungen, derer ich mich befreien will, weil sie schmerzhaft, unangenehm, unverständlich sind, selbst diese Erinnerungen bleiben. Vergessen zu wollen funktioniert nicht.</p>
<p>Auf der anderen Seite der Erde mag Zeit anders funktionieren. Meine Zeit läuft linear neben mir her, mein Verstand begreift und benutzt sie in ihrer Dreiteiligkeit aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Jemand, der in einer ganz anderen Welt groß geworden ist, hat möglicherweise kein Konzept für (zum Beispiel) Vergangenheit. Andere Kulturen basieren ihre Zeitrechnung vielleicht nicht auf dem Grundsatz der Kausalität, nach dem Wirkung auf Ursache folgt. Geschichte ist vielleicht nicht das was passiert ist, sondern das, was passieren wird. Und doch verschlägt es mir beinahe die Sprache, dass überall Zeit (be-)herrscht.</p>
<p>Zeit nimmt man sich, Zeit hält man fest, mit der Zeit vergibt man, versteht man, geht man. Zeitlos, zeitnah, zeitfern, zeitunabhängig, zeitfremd, zeitlebens, zeitgebunden. Zeitgeist, Zeitabschnitt, Zeitlauf, Zeitgefühl, Zeitschleife, Zeitumstellung, Zeitung, Zeitlupe.</p>
<p>Zeit, ich fange erst an, dich zu begreifen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://floatlikethis.wordpress.com/2011/12/14/zeit/"><img src="http://img.youtube.com/vi/eQnDPtkdlTM/2.jpg" alt="" /></a></span>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/floatlikethis.wordpress.com/458/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/floatlikethis.wordpress.com/458/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/floatlikethis.wordpress.com/458/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/floatlikethis.wordpress.com/458/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/floatlikethis.wordpress.com/458/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/floatlikethis.wordpress.com/458/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/floatlikethis.wordpress.com/458/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/floatlikethis.wordpress.com/458/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/floatlikethis.wordpress.com/458/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/floatlikethis.wordpress.com/458/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/floatlikethis.wordpress.com/458/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/floatlikethis.wordpress.com/458/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/floatlikethis.wordpress.com/458/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/floatlikethis.wordpress.com/458/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=floatlikethis.wordpress.com&amp;blog=21576915&amp;post=458&amp;subd=floatlikethis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Was ist eigentlich Indie?</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 19:12:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannaan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor nicht all zu langer Zeit habe ich abends auf Arte die Sendung Tracks gesehen. Etwas in dem undurchdringlich schönen Chaos aus Popkultur &#38; Co. ist mir sofort aufgefallen: das Wort indie. „Ganz klar, was das ist. Gehört zu meinem aktiven Wortschatz. Indie, halt“, dachte ich sofort. Dann begann ich nachzudenken…  Tracks lief derweil weiter [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=floatlikethis.wordpress.com&amp;blog=21576915&amp;post=449&amp;subd=floatlikethis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor nicht all zu langer Zeit habe ich abends auf Arte die Sendung <em>Tracks</em> gesehen. Etwas in dem undurchdringlich schönen Chaos aus Popkultur &amp; Co. ist mir sofort aufgefallen: das Wort <em>indie</em>. „Ganz klar, was das ist. Gehört zu meinem aktiven Wortschatz. Indie, halt“, dachte ich sofort. Dann begann ich nachzudenken…  <em>Tracks</em> lief derweil weiter und der aktuelle Beitrag zeigte gerade, wie <a title="Ulli Lommel bei Tracks" href="http://www.arte.tv/de/3180118,CmC=3182152.html">Ulli Lommel</a> hochkonzentriert mit seinem blitzenden Samuraischwert die Luft zerschneidet, ein Schauspiel voll fließender Energie und seltsam anmutender Meditationsbereitschaft. Anschließend wurden sein Werkeln und Streben erläutert. <em>The Boogeyman </em>(1980), sehr verstörend und einer der ersten Indie-Horrorfilme. Aha. Indie again… Ich kenne Indie hauptsächlich aus der Musik und der Mode. Oder zumindest habe ich bestimmte Bilder im Kopf, die, um es adjektivisch auszudrücken, „indie“ sind. Aber was ist denn nun indie? Und was ist überhaupt „punk“, „metal“, „elektro“ oder „hip hop“? Wenn ich gefragt werde, was für Musik ich denn so höre, antworte ich meistens so was in der Art wie: „naja, eher Gitarrenlastigeres“. Denn „Indie“ zu antworten ist irgendwie schnöselig und niedlich. Außerdem bedeutet die Antwort „Indie“ eine generelle Einschränkung auf ein bestimmtes Genre und damit tue ich mir schwer. Einschränkungen… Indierockpunkmetalelektrohiphop hin oder her, ich will Gewissheit. Also bemühe ich meine Wörterbücher. Der Duden erklärt:</p>
<p><strong>Indie</strong>, das; -s, -s [engl. indie, Abk. von independent = unabhängig; Unanhängige(r); zuerst in den 1940er-Jahren in den USA als Bez. für unabhängige Filmproduzenten verwendet] (Jargon): <em>kleine, oft nur von einer Person betriebene Firma, die unabhängig vom allgemeinen Zeitgeschmack bes. Musik, auch Filme o.Ä. produziert u. dabei meist neue, eigenwillige künstlerische Wege beschreitet.</em></p>
<p>Aha. Eigenwillig, unabhängig. Englisch. Wusstich. Dann das World English Dictionary der Encarta:</p>
<p>in·die [ índee ]<br />
noun  (<em>plural</em> in·dies) Definition:   <strong>independent company: </strong>a small independent business enterprise, especially one related to music or film<br />
adjective  Definition:   <strong>fashionable: </strong>very stylish or in vogue<br />
[Early 20th century. Shortening of independent]</p>
<p>Aha. Musik, Film, Mode. Nix neues. Low-budget und auf der anderen Seite in vogue? Ich bin raus. Trotzdem stellt sich mir nach der ganzen hübschen Definiererei die Frage: Wozu das Ganze? Was bringt den gemeinen Menschen dazu, alles klassifizieren, identifizieren, kategorisieren, systematisieren und definieren zu müssen? Man spricht immer von Schubladendenken und kreiert dann doch irgendwelche Strömungen und Genres, zum Beispiel eben Indie, die völlig unabhängig und individuell funktionieren sollen, innerhalb derer Kreise alles möglich sein darf und die am Ende doch nur eine weitere Kategorie auf der langen Liste der ach so facettenreichen, mehr oder weniger künstlerisch, politisch oder sozial angehauchten Musik/Film/Mode-Klassifizierungen darstellt. Stereotypisierung fällt mir dazu noch ein. Also, wozu das Ganze? „Damit man darüber sprechen kann und alle wissen, was gemeint ist“, könnte eine Antwort lauten. Plausibel. Mich interessiert dabei allerdings die menschliche Seite. Warum neigt der Mensch dazu alles einordnen zu müssen? Ich bemerke das an mir selbst, an meinem Bruder, der Gitarre in einer Metal-Band spielt (soviel dazu), an Freundinnen und Freunden und noch viel mehr an Menschen, die ich nicht mal kenne. An Blicken auf der Straße, die mir sagen: „du bist nicht wie ich“. Oder ist das nur mein eigener, kleiner Kategorisierungswahn, der mich denken lässt: „der ist nicht wie ich, also denkt er gerade, ich sei nicht wie er“? Was bin ich denn nun? Nun, ich bin eine von vielen, die es in starken Momenten schafft all die gedanklichen Schubladen zuzuknallen, im Prinzip aber doch ein ganz gut funktionierendes Rädchen in der aus der Gesellschaft nicht wegzudenkenden Kategorisierungsmaschinerie darstellt. Was da helfen würde, da bin ich überzeugt, wäre der Schublade das Megafon wegzunehmen und weniger ernst und vor allem weniger vorurteilsbehaftet durch die Welt zu gehen. Denn das ist die dunkle, fiese, sinistre Seite der menschlichen Typisierungsmanie: Vorurteile.</p>
<p>Und dann gibt es ja noch diejenigen, die sich jeglicher Kategorisierung entziehen möchten. Ha! Individualismus steht ganz hoch im Kurs. Und, ich geb’s ja zu, ein bisschen anders sein möchte ich auch. Denn wer besonders individuell ist, sympathisiert höchstens hier und da mal kurz mit einer der vielen bunten Kategorien. Das Problem dabei ist nur, dass man sich der Einkategorisierung anderer nun mal nicht entziehen kann. Für andere ist man eben „indie“ oder „mumpitz“ oder schlimmstenfalls ein kleines, graues Mäuschen in der großen grauen Masse.</p>
<p>Und was bin ich? Ein bisschen indie, ein bisschen lahmes H&amp;M-Mädchen, ein kleines großes bisschen graue Maus. Das ist schon okay so, ich geh jetzt meine Schubladen zuknallen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/floatlikethis.wordpress.com/449/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/floatlikethis.wordpress.com/449/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/floatlikethis.wordpress.com/449/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/floatlikethis.wordpress.com/449/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/floatlikethis.wordpress.com/449/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/floatlikethis.wordpress.com/449/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/floatlikethis.wordpress.com/449/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/floatlikethis.wordpress.com/449/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/floatlikethis.wordpress.com/449/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/floatlikethis.wordpress.com/449/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/floatlikethis.wordpress.com/449/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/floatlikethis.wordpress.com/449/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/floatlikethis.wordpress.com/449/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/floatlikethis.wordpress.com/449/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=floatlikethis.wordpress.com&amp;blog=21576915&amp;post=449&amp;subd=floatlikethis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die Stadt Gottes</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 19:09:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannaan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die kleinen einstöckigen Hütten der Stadt Gottes stehen in Reih und Glied. Sie sind sandfarben, wie die staubigen Straßen, die die Favela schachbrettmusterartig bis an den Horizont in immer kleiner werdende Quadrate aufteilen. Im gleißenden Sonnenlicht Rios erstreckt sich die Stadt Gottes bis ins scheinbar Unendliche. Es herrscht Ordnung, so scheint es, Ordnung und Armut. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=floatlikethis.wordpress.com&amp;blog=21576915&amp;post=438&amp;subd=floatlikethis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die kleinen einstöckigen Hütten der Stadt Gottes stehen in Reih und Glied. Sie sind sandfarben, wie die staubigen Straßen, die die Favela schachbrettmusterartig bis an den Horizont in immer kleiner werdende Quadrate aufteilen. Im gleißenden Sonnenlicht Rios erstreckt sich die Stadt Gottes bis ins scheinbar Unendliche. Es herrscht Ordnung, so scheint es, Ordnung und Armut. Zwischen den Hütten wird gearbeitet, gespielt, gelacht und geweint. Auf den Straßen tummeln sich Jungen und Männer jeden Alters. Die Stadt Gottes ist auch die Stadt des Mannes. Stark und schön sind sie und doch verdammt in all der Farblosigkeit und Not von einem anderen, besseren Leben zu träumen. Noch lässt sich nur erahnen, dass die Gewalt Einzug halten wird. Noch gibt es keine Hierarchie, kein System, keine Macht – außer der des Staates.</p>
<p>10 Jahre später sind die staubigen Sandstraßen einem Labyrinth aus Asphalt, Mauern und Bretterverschlägen gewichen. Die einstöckigen Hütten, die meist aus gerade mal zwei Zimmern bestanden, wurden durch klobige Betonplattenbauten ersetzt, dazwischen Drängen sich Holzhütten, winzige Basketballplätze und Treppen, die ins Nirgendwo zu führen scheinen. Es herrscht Chaos, so scheint es, Chaos und Armut. Die Männer Gottes haben ihre Stadt zurückerobert. In den Straßen regiert das Kartell und schon kleine Jungen können besser schießen als schreiben. Das höchste Gut der Stadt Gottes ist die Waffe, mit der Waffe kommt die Gewalt und Gewalt bedeutet Macht. Im einstigen Sand der Favela fließt schon bald das Blut von Kindern. Kinder, die Männer sein wollen. Kinder, die scheinbar Mannhaftes tun: „I smoke, snort, I’ve killed and robbed. I’m a man.” (Die Stadt Gottes 01:26:18), sagt ein kleiner Junge, der kurze Zeit später von einem Mann, obschon nur wenig älter als er selbst, erschossen wird.</p>
<p><em>Die Stadt Gottes</em> ist die Geschichte einer brasilianischen Favela, errichtet um zu kontrollieren, zu unterdrücken und zu missbrauchen. Manch einer mag den Film als Übertreibung verstehen, als unehrlichen Versuch Elend und Gewalt auf die Leinwand zu bringen, um zu schockieren. Andere mögen in den Augen der Laiendarsteller aus Cidade de Deus das erkennen, was die junge brasilianische Generation der 60er und 70er, gleichermaßen wie die Kinder und Männer, die heute dort leben, geprägt hat: Härte, Gewalt und Sucht – und Gemeinschaft. Ansehen!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/floatlikethis.wordpress.com/438/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/floatlikethis.wordpress.com/438/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/floatlikethis.wordpress.com/438/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/floatlikethis.wordpress.com/438/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/floatlikethis.wordpress.com/438/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/floatlikethis.wordpress.com/438/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/floatlikethis.wordpress.com/438/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/floatlikethis.wordpress.com/438/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/floatlikethis.wordpress.com/438/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/floatlikethis.wordpress.com/438/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/floatlikethis.wordpress.com/438/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/floatlikethis.wordpress.com/438/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/floatlikethis.wordpress.com/438/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/floatlikethis.wordpress.com/438/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=floatlikethis.wordpress.com&amp;blog=21576915&amp;post=438&amp;subd=floatlikethis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wenn man nicht schlafen kann…</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Sep 2011 10:01:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maggiecoon</dc:creator>
				<category><![CDATA[zeitverschiebungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man nicht schlafen kann fallen einem die seltsamsten Sachen ein. Todmüde und hellwach quält man sich durch die Nacht. Niemals sonst sind die Gedanken so klar – nur ist man so müde, dass man nicht weiß, ob man wirklich denken will. Die Zeit verschiebt sich bis ins Unendliche. Mir fällt das Buch ein, das [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=floatlikethis.wordpress.com&amp;blog=21576915&amp;post=432&amp;subd=floatlikethis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man nicht schlafen kann fallen einem die seltsamsten Sachen ein. Todmüde und hellwach quält man sich durch die Nacht. Niemals sonst sind die Gedanken so klar – nur ist man so müde, dass man nicht weiß, ob man wirklich denken will. Die Zeit verschiebt sich bis ins Unendliche.</p>
<p>Mir fällt das Buch ein, das ich schreiben möchte,  das Spiel, welches ich erfinden will und wieder fügt sich ein kleines Puzzleteilchen zum großen Ganzen hinzu. Mir fällt ein, was ich morgen tun will und all die Dinge, die getan werden müssten und die ich schon seit Tagen vergesse.</p>
<p>Und die Uhr tickt und die Zeit vergeht und das Morgen rückt näher und so langsam verschwimmt die absolute Klarheit zu einem sumpfigen Grau.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/floatlikethis.wordpress.com/432/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/floatlikethis.wordpress.com/432/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/floatlikethis.wordpress.com/432/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/floatlikethis.wordpress.com/432/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/floatlikethis.wordpress.com/432/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/floatlikethis.wordpress.com/432/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/floatlikethis.wordpress.com/432/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/floatlikethis.wordpress.com/432/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/floatlikethis.wordpress.com/432/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/floatlikethis.wordpress.com/432/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/floatlikethis.wordpress.com/432/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/floatlikethis.wordpress.com/432/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/floatlikethis.wordpress.com/432/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/floatlikethis.wordpress.com/432/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=floatlikethis.wordpress.com&amp;blog=21576915&amp;post=432&amp;subd=floatlikethis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Zeit</media:title>
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		<title>Vom Leben (1)</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 16:20:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maggiecoon</dc:creator>
				<category><![CDATA[momentaufnahme]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal geht alles schief. Zumindest denkt man das in diesem Moment. Man möchte schreien und gegen die Wand schlagen. Man fragt sich warum. Man versteht es nicht. Und dann findet man etwas, das die Dinge verändert. Also, nicht wirklich die Dinge wie sie sind verändert, aber etwas, irgendetwas ändert. Und es ist wieder besser. &#160; [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=floatlikethis.wordpress.com&amp;blog=21576915&amp;post=427&amp;subd=floatlikethis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal geht alles schief. Zumindest denkt man das in diesem Moment. Man möchte schreien und gegen die Wand schlagen. Man fragt sich warum. Man versteht es nicht.</p>
<p>Und dann findet man etwas, das die Dinge verändert. Also, nicht wirklich die Dinge wie sie sind verändert, aber etwas, irgendetwas ändert. Und es ist wieder besser.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gerade habe ich ein Zitat gelesen. Es ändert Dinge.</p>
<blockquote><p> <em>“</em><em>I believe in pink. I believe that laughing i</em><em>s the best calorie burner. I believe in kissing, kissing a lot. I believe in being strong when everything seems to be going wrong. I believe that happy girls are the prettiest girls. I believe that tomorrow is another day. And I believe in miracles.<em>”</em>   ~ Audrey Hepburn</em></p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
<p><em></em> Und es ist einfach schön.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/floatlikethis.wordpress.com/427/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/floatlikethis.wordpress.com/427/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/floatlikethis.wordpress.com/427/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/floatlikethis.wordpress.com/427/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/floatlikethis.wordpress.com/427/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/floatlikethis.wordpress.com/427/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/floatlikethis.wordpress.com/427/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/floatlikethis.wordpress.com/427/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/floatlikethis.wordpress.com/427/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/floatlikethis.wordpress.com/427/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/floatlikethis.wordpress.com/427/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/floatlikethis.wordpress.com/427/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/floatlikethis.wordpress.com/427/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/floatlikethis.wordpress.com/427/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=floatlikethis.wordpress.com&amp;blog=21576915&amp;post=427&amp;subd=floatlikethis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Pink</media:title>
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			<media:title type="html">maggiecoon</media:title>
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	</item>
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		<title>Die Katzenfrau</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 11:03:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannaan</dc:creator>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[eigentümlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[gegen die wand & durch die mauer]]></category>
		<category><![CDATA[momentaufnahme]]></category>
		<category><![CDATA[rückwärts]]></category>
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		<category><![CDATA[irgendwo im nirgendwo]]></category>
		<category><![CDATA[kanaha]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf leisen Pfoten schleicht sie herein. Sie stellt ihren übergroßen Kaffeebecher auf den Boden neben sich und setzt sich auf den Sitz, der meinem schräg gegenüber liegt. Die Türen schließen sich und die Bahn ruckelt langsam los. Vorsichtig blickt sie sich um. Als ihr Blick den meinigen streift, lächelt sie kurz. Wissend und schüchtern blickt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=floatlikethis.wordpress.com&amp;blog=21576915&amp;post=422&amp;subd=floatlikethis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf leisen Pfoten schleicht sie herein. Sie stellt ihren übergroßen Kaffeebecher auf den Boden neben sich und setzt sich auf den Sitz, der meinem schräg gegenüber liegt. Die Türen schließen sich und die Bahn ruckelt langsam los. Vorsichtig blickt sie sich um. Als ihr Blick den meinigen streift, lächelt sie kurz. Wissend und schüchtern blickt sie mir aus ihren gelbbrauen Augen entgegen. Sie wendet den Blick ab und ich kann eine lange, feine Narbe an ihrem Hals entdecken. Ob sie mit einer anderen Katze gekämpft hat? Sie dreht den Kopf in Richtung des Fensters, lange, graue Haare fallen ihr über die schmale Schulter, so dass die Narbe verschwindet. Wie alt sie wohl sein mag? Plötzlich scheint sie unruhig zu werden. Sie nimmt den Kaffeebecher und stellt ihn auf den Sitz neben sich. Mit angewinkelten Beinen kauert sie sich zusammen. An ihren Füßen klebt Erde, ihre Fuß- und Fingernägel krümmen sich wie Krallen und ich stelle mir vor, wie sie draußen am Stadtrand, wo sie wohnt, ihre Krallen zum Klettern oder zur Verteidigung braucht. Durch ihre zerfetze Kleidung kann ich erkennen, dass ihre Haut sonnengebräunt, fast wie gegerbt ist. Als wir das Stadtzentrum erreichen, steht sie vorsichtig auf. Ihr Kleid fällt in gleichmäßigen Fetzen über einen schmalen und ungewöhnlich starken Rücken. Ihr Körper scheint gar nicht zu dem kleinen, weisen und faltigen Gesicht zu gehören. Sie geht mir kaum bis zur Schulter und mit kräftigen Armen und Händen hält sie den Kaffeebecher fest umschlossen. Die Türen öffnen sich und die Katzenfrau steigt aus. Sie bewegt sich schnell und anmutig, fast umspringt sie die Menschen, die ihr hastig entgegen und in die Bahn drängen. Draußen in der Sonne blickt sie sich suchend um. Schließlich entscheidet sie sich für Norden und schleicht genauso leise davon, wie sie gekommen ist. Ich warte kurz, blicke ihr nach, fast hoffe ich, dass sie sich noch einmal umdreht, sich unsere Blicke noch einmal treffen und ich ihr ein Lächeln zurückschenken kann. Doch sie läuft immer weiter. Katzen haben ihren eigenen Kopf.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/floatlikethis.wordpress.com/422/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/floatlikethis.wordpress.com/422/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/floatlikethis.wordpress.com/422/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/floatlikethis.wordpress.com/422/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/floatlikethis.wordpress.com/422/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/floatlikethis.wordpress.com/422/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/floatlikethis.wordpress.com/422/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/floatlikethis.wordpress.com/422/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/floatlikethis.wordpress.com/422/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/floatlikethis.wordpress.com/422/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/floatlikethis.wordpress.com/422/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/floatlikethis.wordpress.com/422/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/floatlikethis.wordpress.com/422/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/floatlikethis.wordpress.com/422/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=floatlikethis.wordpress.com&amp;blog=21576915&amp;post=422&amp;subd=floatlikethis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Freiheit</media:title>
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			<media:title type="html">hannaan</media:title>
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		<title>luxusprobleme</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 15:41:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>miss carrie</dc:creator>
				<category><![CDATA[menschenskinder]]></category>

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		<description><![CDATA[[Zu lesen auch auf miss carries Zweitblog: Eskapismen.] Er nennt das ein „Luxusproblem“. Mit der einen Hand hält er das Lenkrad fest, mit der anderen Hand fuchtelt er in der Gegend herum, und mit den Runzelfalten auf der Stirn, die sich bedrohlich zusammenwölben, zeigt er mir seine ganze Unverständnis. „Du hast ein Luxusproblem“, sagt er. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=floatlikethis.wordpress.com&amp;blog=21576915&amp;post=417&amp;subd=floatlikethis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>[Zu lesen auch auf miss carries Zweitblog: <a href="http://eskapismen.wordpress.com/">Eskapismen</a>.]</strong></p>
<p>Er nennt das ein „Luxusproblem“. Mit der einen Hand hält er das Lenkrad fest, mit der anderen Hand fuchtelt er in der Gegend herum, und mit den Runzelfalten auf der Stirn, die sich bedrohlich zusammenwölben, zeigt er mir seine ganze Unverständnis. „Du hast ein Luxusproblem“, sagt er. „Schau dich doch mal um.“ Ich gehorche und schaue mich um. Eine deutsche Autobahn, niederländische und Schweizer Kennzeichen, eine Baustelle, Müll hinter den Leitplanken. Hat der Müll vielleicht was mit meinem Luxusproblem zu tun?, frage ich mich, soll der Asphalt mir was sagen? „Ich meine, in Afrika verhungern die Menschen gerade. Im Nahen Osten kämpfen sie um ihre Freiheit. Und du?“ Und ich? „Du hast <em>solche</em> Probleme.“ Die Stirn mit den Runzelfalten wird geschüttelt. Ich verstumme. Wer die moralische Keule schwingt, mit dem rede ich nicht mehr, ähnlich wie das Kind, das gezwungen wird, seinen Spinatbrei aufzuessen, weil am anderen Ende der Welt ein Kind sonst was tun würde, um selbigen Spinatbrei essen zu dürfen. Ich könnte auch einen Schreikrampf kriegen und wütend auf den Airbag hauen, solange bis entweder der Airbag kaputtgeht oder mein Handgelenk, stattdessen entscheide ich mich, wie eine Erwachsene zu schweigen und zu schmollen.</p>
<p>Ja, es mag sein, dass meine Probleme auf andere Menschen wie Luxusprobleme wirken. Mag sein, dass ich glücklich sein sollte, Essen zu haben und ein Bett zum Schlafen, sogar ein 1,4×2 Meter großes, eine Arbeit, sogar zu viel Arbeit, ein Fahrrad, einen Studienplatz, einen Freund, mehrere Freunde, eine Familie, ein Leben – ein Luxusleben eben. Luxuriöser zumindest als ein Leben in Mogadischu. Ich weiß das zu schätzen, ehrlich. Aber trotz dieses Luxuslebens, oder vielleicht gerade deswegen, habe ich auch Probleme. Über die ich nachdenke. Und manchmal ausspreche, wenn man mir ansieht, dass in meinem Kopf die Gedanken Pingpong spielen. Dann werde ich immer gleich ganz klein, weil ich weiß, dass man mich ausschimpfen wird und mir sagen, ich sollte mich um anderer Menschen Probleme kümmern, wie man, zum Beispiel Essen und Wasser nach Afrika bringen kann, ohne dass machtgeile Diktatoren sich das unter die Nägel reißen, und weniger schmollen und weniger unzufrieden sein. Dennoch – in meinem Kopf gehen die Probleme nicht dadurch weg, dass ich über die Probleme anderer Menschen nachdenke. Das führt eher dazu, dass mein Kopf verstopft, weil ich neben den einen noch die anderen Probleme bewältigen muss. Und wer sagt eigentlich, dass mein Leben mir verbietet, Probleme zu haben? Und sie zu artikulieren?</p>
<p>Er. Er sagt es. Er belächelt meine Luxusprobleme. Sie auch. Sie sagen es auch. Nein, das heißt, sie denken es nur. Und was sie sagen, zeigt, dass sie mich nicht verstehen. „Luxusprobleme hat die“, werden sie denken. „Und in Afrika hungern sie.“ Ich würde ihnen allen gerne erwidern, dass auch ihre Herablassung und ihre Unverständis eine Form des Luxus ist. Der Luxus, so zufrieden mit seinem eigenen Leben zu sein, dass es zu mühsam ist, sich in den Kopf des anderen zu denken. Der Luxus, alles, aber auch wirklich alles, mit einer standardisierten Antwort abtun zu können, weil viele ohnehin nicht mehr so genau zuhören. Der Luxus, sich aufzuspielen, als moralische Instanz hinzustellen, obwohl sie selbst den machtgeilen Diktatoren nichts entgegenzusetzen haben; es tangiert sie ja doch nur peripher.  Aber ich erwidere nichts. Ich schweige und schmolle, manchmal ringe ich mich zu einem schwachen Nicken durch. Und dann frage ich mich, ob all die Spenden dieser Welt aus altruistischen, christlichen oder humanitären Motiven zusammenfließen, oder ob wir, die Luxusmenschen mit den Luxusleben, uns damit die Möglichkeit und das gute Gewissen erkaufen, für einen kleinen Augenblick über unsere Luxusproblemen zu grübeln. Wenn ich einen guten Tag habe, denke ich, vermutlich beides. Wenn ich einen schlechten Tag habe, an dem man mir runzelige Stirnfalten schenkt und die Moralkeule schwingt und mich dazu zwingt, meinen Teller leer zu essen, dann bin ich geneigt zu sagen, wir sind doch alle Egoisten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/floatlikethis.wordpress.com/417/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/floatlikethis.wordpress.com/417/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/floatlikethis.wordpress.com/417/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/floatlikethis.wordpress.com/417/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/floatlikethis.wordpress.com/417/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/floatlikethis.wordpress.com/417/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/floatlikethis.wordpress.com/417/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/floatlikethis.wordpress.com/417/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/floatlikethis.wordpress.com/417/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/floatlikethis.wordpress.com/417/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/floatlikethis.wordpress.com/417/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/floatlikethis.wordpress.com/417/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/floatlikethis.wordpress.com/417/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/floatlikethis.wordpress.com/417/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=floatlikethis.wordpress.com&amp;blog=21576915&amp;post=417&amp;subd=floatlikethis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">missescarrie</media:title>
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		<title>See-Leben I – Eine Rezension</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jul 2011 12:53:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannaan</dc:creator>
				<category><![CDATA[eigentümlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[gegen die wand & durch die mauer]]></category>
		<category><![CDATA[rückwärts]]></category>
		<category><![CDATA[what the fuck is heimat]]></category>
		<category><![CDATA[irgendwo im nirgendwo]]></category>
		<category><![CDATA[kanaha]]></category>
		<category><![CDATA[unter der oberfläche]]></category>

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		<description><![CDATA[Was geschieht wenn wir einmal alles herumdrehen? Gegen den Strom schwimmen, der Konvention die Stirn bieten, Erwartungen enttäuschen, Regeln ignorieren? Das Leben in die Hand nehmen, mit Katzen sprechen und Menschen treffen, die rückwärts leben und deren größte Angst es ist, ein Kind zu werden? Der Held aus Seeleben I tut genau das. Er entschwindet [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=floatlikethis.wordpress.com&amp;blog=21576915&amp;post=401&amp;subd=floatlikethis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was geschieht wenn wir einmal alles herumdrehen? Gegen den Strom schwimmen, der Konvention die Stirn bieten, Erwartungen enttäuschen, Regeln ignorieren? Das Leben in die Hand nehmen, mit Katzen sprechen und Menschen treffen, die rückwärts leben und deren größte Angst es ist, ein Kind zu werden? Der Held aus Seeleben I tut genau das. Er entschwindet dem großen, grauen Kölner Stadtmoloch und zieht an den See. Er stellt seinen Schreibtisch auf eine kleine Wiese neben dem See, passt seine Arbeitszeiten Wetter und Licht an und beschließt, dass jetzt alles anders würde. Die Künstlichkeit der arbeits- und effizienzorientierten Welt der Städte mit all ihrer Strebsamkeit, Maßregelung und Sittsamkeit weicht einem neuen Plan: dem MenschSein. Was zunächst trivial erscheinen mag, erweist sich als viel zu sehr in Vergessenheit geratene Natürlichkeit. Das Leben des Helden wird nicht länger von Terminen auf Papier, von Höflichkeitsfloskeln im Fahrstuhl oder abgepackten Nahrungsmitteln im Supermarkt bestimmt. Stattdessen findet er zu beinahe schmerzhafter Ehrlichkeit, schließt Freundschaft mit einer Katze, die wie er am See lebt und der die Fixiertheit eines Stadtlebens genauso fremd ist, wie ihm die Freiheit, die ihm der See plötzlich offenbart. Er trifft Nurmi, einen Menschen, der rückwärts lebt, dessen Leben mit dem Tod begann, der von Tag zu Tag weniger weiß, jünger wird, an Erfahrung verliert und sich entsetzlich vor seiner Kindheit, seiner Geburt fürchtet. Er lernt von der Katze, was es heißt die Engstirnigkeit zu überwinden. Und er lernt von Nurmi, was es bedeutet zu wissen, wie lange das eigene Leben währt.</p>
<p>See-Leben I ist eine Utopie, wunderschön gezeichnet und erschreckend lebendig. Ein Phantasieprodukt zwar, das mich, obgleich es die Erzählung eines erwachsenen Mannes ist, an meine Kindheit erinnert hat, in der Hunde und Katzen sprechen konnten und in der ich dachte, mein erwachsenes Ich würde niemals verlernen die Welt so zu sehen. Der Autor Werner Koch (1926-1992) hat versucht die Welt im Kern zu beschreiben, es mag jeder selbst urteilen, ob es ihm gelungen ist, für mich hat er Momente geschaffen, in denen mir mein Alltag belanglos vorkam und in denen neue Träume entstanden sind. „SEE-LEBEN II erscheint, wenn sich die Verhältnisse geändert haben.“, schreibt er auf der ersten Seite des Buches. Seit heute liegt neben dem Kopfkissen auf meinem Bett ein neues Buch. Es trägt den Titel <em>Wechseljahre oder See-Leben II</em>.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/floatlikethis.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/floatlikethis.wordpress.com/401/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/floatlikethis.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/floatlikethis.wordpress.com/401/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/floatlikethis.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/floatlikethis.wordpress.com/401/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/floatlikethis.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/floatlikethis.wordpress.com/401/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/floatlikethis.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/floatlikethis.wordpress.com/401/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/floatlikethis.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/floatlikethis.wordpress.com/401/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/floatlikethis.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/floatlikethis.wordpress.com/401/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=floatlikethis.wordpress.com&amp;blog=21576915&amp;post=401&amp;subd=floatlikethis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>mein yellowstone (1)</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jun 2011 10:51:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>miss carrie</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://floatlikethis.files.wordpress.com/2011/06/yellowstone-200.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-376" title="yellowstone 200" src="http://floatlikethis.files.wordpress.com/2011/06/yellowstone-200.jpg?w=594&#038;h=394" alt="" width="594" height="394" /></a><a href="http://floatlikethis.files.wordpress.com/2011/06/yellowstone-170.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-380" title="yellowstone 170" src="http://floatlikethis.files.wordpress.com/2011/06/yellowstone-170.jpg?w=594&#038;h=445" alt="" width="594" height="445" /></a><a href="http://floatlikethis.files.wordpress.com/2011/06/yellowstone-277.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-377" title="yellowstone 277" src="http://floatlikethis.files.wordpress.com/2011/06/yellowstone-277.jpg?w=594&#038;h=445" alt="" width="594" height="445" /></a><a href="http://floatlikethis.files.wordpress.com/2011/06/yellowstone-138.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-375" title="yellowstone 138" src="http://floatlikethis.files.wordpress.com/2011/06/yellowstone-138.jpg?w=594&#038;h=445" alt="" width="594" height="445" /></a><a href="http://floatlikethis.files.wordpress.com/2011/06/yellowstone-268.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-378" title="yellowstone 268" src="http://floatlikethis.files.wordpress.com/2011/06/yellowstone-268.jpg?w=594" alt=""   /></a><a href="http://floatlikethis.files.wordpress.com/2011/06/yellowstone-250.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-379" title="yellowstone 250" src="http://floatlikethis.files.wordpress.com/2011/06/yellowstone-250.jpg?w=594" alt=""   /></a></p>
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		<title>aus dem leben einer übersetzerin</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 07:50:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>miss carrie</dc:creator>
				<category><![CDATA[eigentümlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[lost in translation]]></category>
		<category><![CDATA[literarien]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Suche nach bislang ungelesen gebliebenen Büchern stieß ich in meiner eigenen Bibliothek auf Goodybe Lemon von Adam Davies. Den Roman hat mir mein Vater vor zwei Jahren zum Geburtstag geschenkt und liegt seitdem unbeachtet auf meinem Zu Lesen-Stapel. Goodybe Lemon ist ein gutes Buch, ein lesenswertes sogar, es hat nur einen Fehler: Es [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=floatlikethis.wordpress.com&amp;blog=21576915&amp;post=366&amp;subd=floatlikethis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Suche nach bislang ungelesen gebliebenen Büchern stieß ich in meiner eigenen Bibliothek auf <em>Goodybe Lemon</em> von Adam Davies<em></em>. Den Roman hat mir mein Vater vor zwei Jahren zum Geburtstag geschenkt und liegt seitdem unbeachtet auf meinem Zu Lesen-Stapel. <em>Goodybe Lemon</em> ist ein gutes Buch, ein lesenswertes sogar, es hat nur einen Fehler: Es ist auf Deutsch. Das heißt, eigentlich hat mein Vater einen Fehler begangen, indem er mir das Buch auf Deutsch schenkte – nicht das Original sondern die Übersetzung. Er kann das nicht wissen, er hat ja schon genug damit zu tun, sich meine anderen Eigentümlichkeiten zu merken (isst keinen Kartoffelbrei, hasst Autofahren, duscht eine halbe Stunde) und in seinen Tagesplan einzubauen, sollte ich unvermutet zu Hause vorbeischneien. Aber eigentlich müsste er der Liste hinzufügen: liest keine Übersetzungen.</p>
<p>Es geht mir nicht darum, dass Übersetzungen generell schlecht wären. Wenn man ein Buch mit literarischem Anspruch liest, dann kann man meist sicher sein, dass die Übersetzung diesem Anspruch gerecht wird und der Übersetzende sich Gedanken gemacht hat – wirklich schlechte Übersetzungen bestechen nicht unbedingt durch Fehler, eher durch Gedankenlosigkeit und Fahrlässigkeit seitens des Übersetzers. Es geht mir also nicht direkt um Qualität. Es geht mir eher darum, dass ich meinen Kopf nicht so weit steuern kann, als ich das Übersetzer-Ich abschalten und das Lese-Ich anschalten kann, sobald ich die erste Seite aufschlage. Wie sehr ich mich auch anstrenge, ich kann Übersetzungen nicht mit der gleichen Unbefangenheit lesen, mit der ich Originale lese. Zu schnell kommt die Korrekturleserin in mir hoch und rast wie ein Kommaschnüffler und Leerstellenbluthund über die Zeilen, bis sie freudetaumelnd den ersten Rechtschreibfehler entdeckt. Das erste fehlende Komma. Das erste überflüssige Leerzeichen. Die erste Konkordanzungenauigkeit. Freudetaumelnd, ja, anfangs. Als Korrekturleser ist man irgendwie immer auch Schatzsucher. Oder Schnitzeljäger. Man freut sich über jeden Schnipsel, den man findet. Denn der spricht für das eigene Talent. Gleichzeitig ärgert man sich über jeden Schnipsel, den man findet, weil der für die Talentlosigkeit der anderen spricht. Dann frage ich mich, ob ich das nicht unter Umständen besser gemacht hätte&#8230;? Das Geld bei mir besser aufgehoben wäre&#8230;?</p>
<p>Man könnte nun einwenden, dass Originale nicht frei sind von Fehlern (wer schon mal eine zu übersetzende Bedienungsanleitung von sprachfremden Ingenieuren in der Hand gehalten hat, weiß das). Daraufhin würde ich wiederum einwenden, dass Originale aber frei sind von Übersetzungsfehlern. Ich stolpere nicht bloß über die Tipp-, Zeichen-, Rechtschreib- und Ausdrucksfehler sondern auch über sprachliche Unebenheiten. Die Stellen, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie im Original nicht ganz anders ausgedrückt sind. Bei denen ich mich frage, ob man nicht den fremdsprachlichen Ausdruck hätte stehen lassen sollen. Wenn beispielsweise in einer deutschen Übersetzung eines amerikanischen Textes der Begriff „Berliner“ (im Sinne von Backware) fällt, frage ich mich, ob im Amerikanischen das Wort „Donut“ steht und ob man es dem deutschen Leser nicht hätte zumuten können, sich einen Donut anstelle eines Berliners vorzustellen. Sobald ich über eine dieser Stellen stolpere, hakt es im Lesefluss. Ich lese weiter, aber geistig hänge ich noch an dem einen Ausdruck fünf Seiten vorher. Das, gelinde gesagt, nervt. Vor allem, wenn es sich häuft. Dann ist alles, was ich von dem Buch mitnehme, die Frage: Berliner oder Donut.</p>
<p>Bei <em>Goodbye Lemon</em> bin ich mittlerweile auf Seite 187. Geistig aber immer noch auf Seite 61. Dort steht: „Es nervt mich, wenn Leute ‚Pianist’ wie ‚Penis’ aussprechen. Ich bin kein Penis.“ Seit Seite 61 frage ich mich, was im Amerikanischen steht. Immer wieder murmele ich leise das Wort Pianist (das englische) vor mich hin, bis es tatsächlich wie Penis (der englische) zu klingen beginnt. Kontinuierlich fragt sich ein kleiner Teil meines Gehirns, ob im Original nicht eigentlich was ganz anderes steht. So etwas wie „piano player“ – „porno star,“ auch wenn ich zugeben muss, dass es lautmalerisch nicht so übereinstimmend ist wie „pianist“ und „piano.“ Kontinuierlich fragt sich ein anderer kleiner Teil meines Gehirns, ob im Deutschen nicht vielleicht etwas anderes stehen sollte. Immer wieder murmele ich leise das Wort Pianist (das deutsche) vor mich hin, bis es überhaupt nicht mehr wie Penis (der deutsche) klingt&#8230; Bluthund und Schnüffler geben keine Ruhe, bis sie nicht geistig alle Varianten durchgespielt haben. Das wird bis Seite 344 dauern. Auf Seite 344 ist <em>Goodbye Lemon</em> zu Ende. Was ich von diesem Buch mitnehmen werde? „Ich bin kein Penis.“</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/floatlikethis.wordpress.com/366/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/floatlikethis.wordpress.com/366/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/floatlikethis.wordpress.com/366/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/floatlikethis.wordpress.com/366/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/floatlikethis.wordpress.com/366/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/floatlikethis.wordpress.com/366/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/floatlikethis.wordpress.com/366/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/floatlikethis.wordpress.com/366/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/floatlikethis.wordpress.com/366/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/floatlikethis.wordpress.com/366/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/floatlikethis.wordpress.com/366/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/floatlikethis.wordpress.com/366/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/floatlikethis.wordpress.com/366/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/floatlikethis.wordpress.com/366/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=floatlikethis.wordpress.com&amp;blog=21576915&amp;post=366&amp;subd=floatlikethis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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