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Die Stadt Gottes

Oktober 3, 2011 von

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Die kleinen einstöckigen Hütten der Stadt Gottes stehen in Reih und Glied. Sie sind sandfarben, wie die staubigen Straßen, die die Favela schachbrettmusterartig bis an den Horizont in immer kleiner werdende Quadrate aufteilen. Im gleißenden Sonnenlicht Rios erstreckt sich die Stadt Gottes bis ins scheinbar Unendliche. Es herrscht Ordnung, so scheint es, Ordnung und Armut.… [Weiterlesen…]

Die Katzenfrau

September 14, 2011 von

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Auf leisen Pfoten schleicht sie herein. Sie stellt ihren übergroßen Kaffeebecher auf den Boden neben sich und setzt sich auf den Sitz, der meinem schräg gegenüber liegt. Die Türen schließen sich und die Bahn ruckelt langsam los. Vorsichtig blickt sie sich um. Als ihr Blick den meinigen streift, lächelt sie kurz. Wissend und schüchtern blickt… [Weiterlesen…]

See-Leben I – Eine Rezension

Juli 10, 2011 von

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Was geschieht wenn wir einmal alles herumdrehen? Gegen den Strom schwimmen, der Konvention die Stirn bieten, Erwartungen enttäuschen, Regeln ignorieren? Das Leben in die Hand nehmen, mit Katzen sprechen und Menschen treffen, die rückwärts leben und deren größte Angst es ist, ein Kind zu werden? Der Held aus Seeleben I tut genau das. Er entschwindet… [Weiterlesen…]

kaggidyll

Mai 31, 2011 von

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Auf dem einzigen unbesetzten Stuhl liegt die Bunte. Wie jeder der anderen sechs Patienten schiele ich heimlich zum Klatschblättchen und überlege mir, ob ich standhaft bleibe, wenn ich noch eine weitere Stunde in diesem winzigen Wartezimmer verbringen muss, in dem sich langsam die Keime von dem übergewichtigen Mann verbreiten, der hustend neben der Stereoanlage vegetiert.… [Weiterlesen…]

Fuck you right back

Mai 30, 2011 von

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In meiner Stadt gibt es ein kleines Flüsschen mit viel Grün und Steinen im Wasser, auf denen man herumklettern kann. Und mit Entenfamilien und Baumzweigen, die bis ins Wasser reichen und wie kleine höhlenartige Verstecke für lesehungrige Mädchen mit heißen Sommerfüßen sind. Eigentlich laufe ich gerne an dem kleinen Flüsschen in meiner Stadt entlang, liege… [Weiterlesen…]

jolene

Mai 30, 2011 von

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Ich sitze auf dem 70er Jahre Flokati, das Hochzeitskleid – nicht meins, aber das, was ich am Freitag zur Hochzeit tragen werde – ist mir bis weit über die Knie hochgerutscht, und ich höre Ray LaMontagne, es ist Nachmittag. Manche Menschen glauben, so etwas würden nur manche Menschen an manchen Orten wie Berlin oder New… [Weiterlesen…]

Die nach Worten taucht

Mai 22, 2011 von

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Manchmal tauche ich ab. Wegsein. Alleinsein. Auf der Suche. Und dann tauche ich nach Worten. Ich stoße unter die Oberfläche und wühle mich durch unsichtbare Strömungen, die Seerosenwurzeln zerren an meinen Beinen, ich halte den Atem an, irgendwo müssen sie doch sein, die Worte. Sie sind so ach bedeutungsschwer, vielleicht sind sie deshalb auf den… [Weiterlesen…]

zeitverschiebungen

April 6, 2011 von

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Manchmal habe ich das Gefühl, mich physisch in einer Zeitzone zu bewegen und geistig in einer anderen. Wenn ich morgens aufwache, spulen meine Gedanke automatisch auf Mittag vor, in der Hoffnung, dass ich eine kleine Pausennachricht bekomme – auch wenn es draußen noch dunkel ist. Wenn ich mittags in der Vorlesung sitze, rutsche ich ungeduldig… [Weiterlesen…]

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